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Was ist MPS-GAP?

Verfasst von Max
Diese Woche aktualisiert

Eine Zusammenfassung des MPS-GAP-Zertifikats

MPS-GAP (Good Agricultural Practice) ist ein von MPS entwickeltes Zertifizierungsprogramm für den Zierpflanzenbau.

Das Zertifizierungsprogramm stellt sicher, dass Blumen, Pflanzen und Vermehrungsmaterialien nach verantwortungsvollen landwirtschaftlichen Prinzipien produziert werden. Im Fokus stehen dabei Lebensmittelsicherheit, Rückverfolgbarkeit, Umweltschutz sowie die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten.

Das Programm basiert auf GLOBALG.A.P. Version 6 für den Zierpflanzenbau sowie Version 5.2 für Pflanzenvermehrungsmaterial.


Ziele von MPS-GAP

  • Verbesserung von Management- und Produktionsmethoden

  • Erfüllung der Anforderungen von Kunden und Marktteilnehmern

  • Sichere, nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion

  • Unterstützung der Rückverfolgbarkeit und des Risikomanagements in der Lieferkette


Anwendungsbereich

  • Gilt für Erzeuger von Zierpflanzen und/oder Vermehrungsmaterial

  • Die Zertifizierung umfasst den gesamten Betrieb (nicht beschränkt auf einzelne Kulturen oder Standorte)

  • Gilt auch für Betriebe ohne Angestellte


MPS-GAP-Anforderungen

Allgemeine Anforderungen

  • MPS-A (+), MPS-B oder MPS-C Qualifikation erforderlich

  • Jährliches internes Audit verpflichtend

  • Rückverfolgbarkeit von Produkten und Vermehrungsmaterial

  • Vorhandensein eines Reklamationsverfahrens und eines Rückrufplans

Umwelt und Nachhaltigkeit

  • Wassermanagementplan und Risikobewertung der Wasserqualität

  • Düngeplan und Registrierung der Düngemittel

  • Abfallmanagement

  • Sichere Lagerung von Stoffen

  • Energiemanagementplan und Maßnahmen zur Energieeinsparung

Pflanzenschutz

  • Verwendung ausschließlich gesetzlich zugelassener Pflanzenschutzmittel

  • Dokumentation der Anwendungen

  • Maßnahmen zur Emissionsreduzierung und sichere Lagerung

Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter

  • Erste-Hilfe-Einrichtungen und entsprechende Schulungen

  • Hygieneprotokolle und Gefährdungsbeurteilungen

  • Sichere Unterkünfte (falls erforderlich)

  • Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter beim Umgang mit Stoffen

Vermehrung (PPM)

  • Hygieneverfahren und Rückverfolgbarkeit des Vermehrungsmaterials

  • Chargentrennung und ordnungsgemäße Substratlagerung

  • Wartung und Reinigung von Geräten und Anlagen


Zertifizierung und Audits

  • Jährliches Audit durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle

  • Unangekündigte Kontrollen in 10 % der Betriebe

  • Erfüllung aller obligatorischen sowie mindestens 95 % der empfohlenen Kontrollpunkte

Wichtig:
Das System unterscheidet zwischen obligatorischen (Haupt-) und empfohlenen (Neben-) Kontrollpunkten.
Bei Abweichungen müssen Korrekturmaßnahmen innerhalb der festgelegten Fristen umgesetzt werden.

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